Lebendige Steine: Warum Christsein nie allein geht

Shownotes

Die Reise durch die Theologie der Taufe geht weiter.

Diesmal führt sie vom Jerusalemer Tempel direkt zur Frage, was Kirche eigentlich ist.

Justus Geilhufe und Nina Heeremann sprechen über den Tempel als Ort der Gegenwart Gottes, den Hohepriester und den Versöhnungstag Jom Kippur. Im Neuen Testament verändert sich dieses Bild grundlegend: Durch Jesus Christus wird der Zugang zu Gott geöffnet und durch die Taufe werden die Gläubigen selbst zu „lebendigen Steinen“ eines neuen Tempels.

Dabei wird deutlich: Taufe bedeutet immer auch Gemeinschaft.

Der Getaufte wird nicht als isolierter Einzelner erlöst, sondern in ein Volk hineingenommen. Paulus beschreibt diese Wirklichkeit mit einem zweiten großen Bild: der Kirche als Leib Christi. Viele unterschiedliche Glieder haben unterschiedliche Aufgaben und doch gehören sie untrennbar zusammen. hält.

Die Hosts
Dr. Nina-Sophie Heereman
Dr. Nina-Sophie Heereman ist Bibeltheologin und Lehrerin der Heiligen Schrift. Nach einer juristischen Ausbildung führte sie ihr geistlicher Weg in die Theologie, die sie in Rom, Jerusalem und Freiburg studierte. Sie lehrte unter anderem in Paris und Rom und widmet ihr Leben der Auslegung und Vermittlung des Wortes Gottes. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Schätze der Heiligen Schrift für Kirche, Glauben und Verkündigung fruchtbar zu machen.


Dr. Justus Geilhufe
Justus Geilhufe ist Theologe, Pfarrer, Buchautor, Podcaster und eine prägnante Stimme aus Ostdeutschland. Geboren 1990 in Sachsen, studierte und promovierte er in Deutschland, Schottland, Italien und den USA. Heute lebt er mit seiner Familie in Großschirma und ist Pfarrer am Dom Freiberg. Mit seinem Begriff der Ostdolce Vita wirbt er für eine Haltung, in der Schönheit, Sinn und Gemeinschaft nicht anderswo gesucht, sondern vor Ort gelebt werden.
Hier geht es zu Justus Geilfhufes Instagram-Account.


Die Bücher von Justus Geilhufe
Die atheistische Gesellschaft und ihre Kirche
Gott und die Schönheit
Gott und die Wahrheit: Erfahrungen in der atheistischen Gesellschaft


Transkript anzeigen

00:00:01: Unterheiden.

00:00:04: Der Podcast über den christlichen Glauben in einer ateistischen

00:00:08: Welt

00:00:11: mit Nina Herremann und Justus Geilhoof.

00:00:20: Herzlich willkommen zu eine neuen Folge von unter heiden.

00:00:22: mein Name ist justus geilhooffe.

00:00:24: wir sind heute wieder zusammen, Nina Herrermann in ihrem Büro am Lehrstuhl.

00:00:29: Wir werden diesen Weg mit der Taufe, der ein Weg mit anderen automatisch ist.

00:00:37: Weiter geht und was es damit aufsicht hat, das hören wir gleich.

00:00:42: dazu erstmal wie immer eine kurze Wasserstandsmeldung.

00:00:48: ich komme von einem intensiven Wochenende, was mich ganz schön ein bisschen kraft aber vor allem Stimme gekostet hat.

00:00:57: Wir haben einen ökomenischen Ja, Gottesdienst und tatsächlich eine multireligöse Andacht gehabt.

00:01:10: Wir haben das Fernsehen bei uns im Garten auf dem Pfarrhof an der Kirche gehabt weil wir die Idee hatten etwas was in Großschirma jedes Jahr passiert nämlich ein Gottesdienst mit Moped-Fahrern.

00:01:27: alle die das jetzt hören und aus dem evangelischen Bereich kommen, die werden jetzt die Stirnrunzeln sagen.

00:01:33: Was soll denn das?

00:01:34: Aber alle vermutlich, die aus dem katholischen Bereich kommt, sie werden sagen, klar Fahrzeugsegnungen!

00:01:40: Das ist ein Klassiker.

00:01:43: da gibt es tolle Aufnahmen von Imkamp, wie er das macht und anderen die Fahrzeuge und andere Dinge segnen.

00:01:52: Aber es war noch mehr als das.

00:01:55: Es ist im Moment das jüdische Kulturjahr in Sachsen und wir hatten die Idee diesen Gottesdienst, den es hier seit fünf Jahren gibt wo eben die Jugendlichen kommen mit ihren... mit den Gefährten, dass wir das versuchen einmal tatsächlich nicht die Religionen verbinden.

00:02:16: Das ist ja vielleicht theologisch Quatsch aber die Menschen verbinden mit unterschiedlichen Glauben, aber doch mit derselben Leidenschaft unterwegs sind anlässlich dieses Kulturjahrs zusammen zu bringen und das haben wir miteinander gemacht.

00:02:31: Und hatten einen herrlichen Gottesdienst mit dem katholischen Priester von Freiberg, mit dem Landesrabiner und mit mir und es war ein großes Fest!

00:02:43: Das hat aber auch dazu geführt dass die Stimme jetzt etwas angeraut ist falls das jemandem auffällt.

00:02:51: Wie spannend, dass der Landesrabiner auch dabei war.

00:02:53: Das hatte ich nicht verstanden als Sie davon erzählt haben.

00:02:56: Hat

00:02:56: er auch gepredigt?

00:02:58: Ich glaube, ich habe einfach nur die Hälfte erzählt, als wir das letzte Mal gequatscht haben.

00:03:02: Weil ich da vor allem erzählen wollte, dass ich mit dem katholischen Kollegen jetzt bald zusammen unterwegs bin... Also genau!

00:03:11: Wir haben jeder eine Predigt gehalten.

00:03:14: Der Rabbiner hat ... den Psalm auf Hebräisch gesungen und ihn auf Deutsch ausgelegt.

00:03:22: Und das war natürlich für uns alle hier einfach, also wie kann man das sagen?

00:03:29: Also alleine das einmal zu erleben war ja fast alle hier das erste Mal Und insofern war das schön.

00:03:39: Und dann einfach diese menschlichen Dinge, der Rabbine hat tatsächlich für diesen Gottesdienst Moped fahren gelernt und die Jugendlichen hier aus dem Dorf haben am Sonntagmorgen nochmal mit ihm probiert und sind mit ihm noch mal ein paar Mal über die Wiese weil es ja aufgenommen wurde und der Fernseh-Gottesdienst begann... begann damit und die übertragung, die man noch sehen kann beginnt damit dass wir eben alle einfahren.

00:04:05: Und da wäre es natürlich furchtbar gewesen.

00:04:07: jemand von uns der Landtagspräsident war auch da mit moped wäre liegen geblieben aber wir sind alle toll eingefahren, nur als der Gottesdienst dann fertig war.

00:04:18: Wirklich der Landtagspräsident ich ... Der Rabbine hat sich glaube ich gar nicht erst noch mal probiert und einer der Jugendlichen die Mitsprecher waren wir sind nicht vom Fleck gekommen und dann sind so fünfzig-sechzig Mopets an uns vorbei gerauscht.

00:04:32: aber das Fernsehthemen hat dann gesagt es gar nicht schlimm Die Zeit war so knapp.

00:04:37: ab dem Segen musste dann der Abspannen kommen und dann sah man das nicht.

00:04:40: insofern alles super.

00:04:42: Und war da auch eine Schwalbe dabei?

00:04:44: Als ich ihn drehsend studiert habe, am Jahr threehundneinzig hab' ich mir ne Schwalpe gekauft.

00:04:49: Wirklich?!

00:04:50: Ja und an der hängt mein Herz bis heute auch wenn die längst tot ist.

00:04:54: Also das ist ja mein großes Problem dass sich sie schon fahren kann aber in dem Moment wo sie nicht mehr will ist alles ganz furchtbar.

00:05:04: oder haben Sie einfach eine fantastische Schwalbung gehabt die nie kaputt gegangen ist?

00:05:07: Nee, nee.

00:05:08: Die ist schon ein bisschen älter und ich kann mich auch erinnern, dass ich immer Schwierigkeiten hatte, die einen Gang zu bekommen.

00:05:13: aber ich habe sie sehr geliebt glaub.

00:05:16: ich hab dann auch noch mit nach München genommen, bis halt irgendwann gar nicht mehr anspringen wollte.

00:05:20: Mensch

00:05:20: ist ja toll!

00:05:21: Nein das war also alles ganz klasse.

00:05:22: Es waren ganz viele Schwalben dabei es waren noch ältere Moped und Motorräder dabei und dieser...das große Glück ist ja wir haben koscheres Bier gekauft und natürlich in kleinen Flaschen dass man nicht irgendwie dann Fehler begeht.

00:05:38: aber sozusagen man stand dann mit einer kleinen Flrasche koscherem Bier neben irgendwelchen achtzig Jahre alten Moped und da waren also nicht mit Moped, zwar ein Motorradfahrer.

00:05:49: Aber es sind Leute aus Baden angereist zu diesem

00:05:53: Gottesdienst.

00:05:53: Wow!

00:05:54: Und die meisten oder die, die von weiter weg kamen, waren wirklich manchmal so früh um halb acht oder um sieben losgefahren, um das zu schaffen.

00:06:03: Waren alle wirklich ganz glücklich und dann wird der Gefahr simpelt und somit stolz gezeigt, was man selber hat oder kann... Das war einfach richtig schön.

00:06:13: und jetzt ist das vorbei Und die Kameras sind alle abgebaut und die LKWs sind vom Hof.

00:06:20: Jetzt beginnt das normale Leben wieder, wie bei Ihnen wahrscheinlich?

00:06:23: Jetzt ist richtig normales Leben im Seminar!

00:06:26: Ja jetzt ist es normales.

00:06:27: Jetzt gehen die Vorlesungen los und wir genießen noch herrlichstes Wetter aber sonst ist jetzt echt Alltag.

00:06:34: Und in diesem Alltag nimmt uns das Thema auch mit... gehen mit der taufe weiter ist es wirklich erstaunlich.

00:06:45: ich bin mal gespannt wenn wir damit fertig sind welcher podcast welche Katichäse, welches Online-Angebot über so einen Zeitraum so viele Facetten des Themas Taufe in den Blick genommen hat zu wie wir das jetzt machen.

00:07:04: Das ist ein bisschen ja auch Zufall aber es ist wunderbar.

00:07:08: immer wenn wir dann hier die Aufnahme beenden dann gibt's immer noch zwei Minuten dass wir kurz den neuen Termin klären und überlegen wie das war und wie wir weitermachen können.

00:07:20: Meistens Frau Dr.

00:07:21: Herrermann, aber manchmal mir auch irgendwie dann nach diesem Gespräch etwas ein von dem wir dann ziemlich sicher sind wenn das jetzt nicht im nächsten oder übernächsten Mal behandelt wird und dann würde wirklich was großes fehlen Und wir würden gar nicht über alles reden was zur taufe gehört.

00:07:37: und so entsteht es eben Jetzt dass wir vielleicht auch immer so ein bisschen detailreicher oder noch mal auch vielleicht unerwarteter Über die taufe reden.

00:07:46: und heute steht im mittelpunkt einen text aus dem Petrusbrief, der das was wir in der letzten Folge besprochen haben mit dem gleichen Bild aber auch neuen Teilbildern weiterführt.

00:08:03: Das Bild des Tempels, das Bild des aufgebauten Menschen, der eben jetzt Ja, könnte man sagen Teil von einem noch größeren Haus oder Tempel wird.

00:08:17: Frau Herrermann ist das erst mal eine... Kann man so einleiten?

00:08:22: Ich würde das genau so machen!

00:08:24: Wir hatten ja davon gesprochen.

00:08:25: wir sind jeder ein Tempel des Herrn geworden mit Paulus I. XIX.

00:08:30: und jetzt sagt aber der heilige Petrus bedenkt dass ihr lebendige Steine seid.

00:08:39: Ihr selbst werdet jetzt viele wendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus, zu einer heiligen Priesterschaft um Gott.

00:08:47: Geistige, gottwillkommene Opfer darzubringen durch Jesus Christus.

00:08:52: und was der Petrus hier macht ist ganz spannend.

00:08:57: Wie schockierend das für die Menschen oder die Juden im ersten Jahrhundert gewesen sein muss können wir uns gar nicht vorstellen weil wir keine Juden sind und nicht wissen worauf er hier anspielt.

00:09:10: Ihr seid jetzt zu dem Volk geworden, dass Gott sich am Berg Sinai erkauft hat.

00:09:17: Zu sich gerufen hat, zu seinem Eigentum genommen hat und... Jetzt gibt es aber einen entscheidenden Unterschied!

00:09:25: Amberg Sinai also.

00:09:27: wie schafft sich Gott ein Volk?

00:09:28: Er befreit Israel aus Ägypten und macht aus diesen Sklaven seine Söhne und Töchter.

00:09:34: Sie sind jetzt sein Volk in diesen Bund mit ihm ein, aber damit sie mit Gott in Verbindung kommen können

00:09:42: bzw.,

00:09:42: muss ich anders sagen, Gottes ganzes Ziel ist es ja die ganze Zeit den ursprünglichen Traum wiederherzustellen, den er mit der Schöpfung der Welt hatte nämlich dass der Mensch in der Gegenwart Gottes lebt oder Gott mit dem Menschen in Harmonie.

00:09:57: und im Exodus Kapitel Ich habe euch aus Ägypten herausgeführt, damit ich in eurer Mitte wohnen kann.

00:10:06: Und weil aber Israel wie wir alle einerseits sünder sind andererseits auch keine Götter also dass der Mensch in der Gegend was Gottes leben kann muss ja etwas ganz Entscheidendes an uns passieren das wir diesen heiligen Gott überhaupt ertragen.

00:10:27: Und im Alten Testament ist es dann eben so, dass Gott dem Mose am Bergsee Nairi den himmlischen Tempel zeigt und sagt Bau auf Erden.

00:10:34: Eine Kopie dieses himmlische Tempels.

00:10:37: Genauso wie ich es dir zeige und dann werde ich kommen in diesem Tempel wohnen und so werde ich mitten unter euch

00:10:43: sein.".

00:10:44: Das hat viele wunderbare Folgen!

00:10:47: Einer davon ist das einmal im Jahr der Hohe Priester mit Gewändern begleitet, die aus dem gleichen Material bestehen wie der Tempel.

00:10:55: Das ist so eine Symbolik.

00:10:57: Der Priester wird durch diese Gewänder zu einem wandelnden Heiligtum

00:11:02: und... Mit Klingeln dran übrigen?

00:11:04: Genau!

00:11:06: Die erste Symbolin ist erstmal dass der Priester ... das ist ein bisschen wie bei einem Feuerwehrmann, der Feuerschutzkleidung trägt, sodass er ins brennende Feuer hineingehen kann ohne verbrannt zu werden.

00:11:20: Stammt ehrlich gesagt nicht von mir, sondern von Adrien und Speyer.

00:11:25: Aber das ist wirklich genau die richtige Metapher.

00:11:28: Der Priester hat also quasi diese Feuerschutzkleidung ein.

00:11:30: Dadurch kann er ins Innerste in die Gegenwart Gottes treten.

00:11:33: Und dass einmal im Jahr dieses Versöhnungsopfer darbringen, Israel entsünen, widerheiligen

00:11:40: usw.,

00:11:41: aber im ganzen Altentersament wird nie eine Laie ins Innerst des Tempels gehen können weil ... dass ihm das Besondere vom Priester drum der Priester wird ausgesondert.

00:11:54: Und deswegen, wenn ich das Reusband jetzt überbrücken darf mit diesem kleinen Boulevardesken Fun Fact hat er die kleinen Glöckchen an seinem Gewand dran.

00:12:03: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe... Das weil nämlich und ich glaube ein Seil ne?

00:12:10: Und er geht also einmal im Jahr ist es ein festgewe... An welchem Tag geht er da

00:12:16: rein?

00:12:17: eben an dem, also die Juden nennen das den Yom Kippur Tag.

00:12:21: Am Yom-Kippur-Tag alles klar?

00:12:22: Glaub ich, dass es versöhnungsfest!

00:12:24: Ja, also an Yom Qipur geht der Priester einmal im Jahr in das Allerheiligste des Tempels... Also was heute die Klagemauer, also der Rest dieses Tempel ist die Klagemauer.

00:12:37: Dort einmal kann er... Also

00:12:40: vielleicht muss man das dazu sagen.

00:12:43: Die Klagemauer ist ja auch die äußere Mauer des Tempel, aber der Tempel hatte mehr oder weniger drei verschiedene... Genau.

00:12:50: Wie nennt man das?

00:12:51: Areale, die ist eine bei der Vorhof.

00:12:54: In drei Zonen unterteilt.

00:12:56: Drei Zonen okay!

00:12:57: Und was vielleicht nicht jedem bewusst ist, dass eben diese Zonen sind in aufsteigender Heiligkeit und im sogenannten allerheiligsten, das war das Innerste des Tempels.

00:13:13: da wohnte die Herrlichkeit Gottes auf der Bundeslade hinter diesem berühmten Vorhang.

00:13:21: Und da durfte niemand rein, denn die Herrlichkeit Gottes Schauen hieß sterben.

00:13:28: Weil Gott heilig ist und der Mensch nicht!

00:13:31: Jetzt kommen wir zurück zu Ihnen im einem Jahr.

00:13:33: der hohe Priester mit seinem Feuerschutz-Sichernmantel konnte da reingehen um das Versöhnungsopfer darzubringen.

00:13:41: Und jetzt wollen Sie von den Glöckchen erzählen?

00:13:43: Dann sind die Glöckchen an dem ... Wenn man nicht so klug ist wie sie, dann ist das eben was im Studium hängen bleibt.

00:13:51: Weil man sich da so freut über diese ... Da geht sofort die Fantasie auf.

00:13:56: Das ist eben es darf wirklich niemand anderes in das Allerheiligste auch nicht im Notfall!

00:14:02: Also niemand darf da rein.

00:14:04: oder wenn Frau Herrermann, wenn man sie natürlich ernst nimmt, will natürlich da auch keiner rein denn dort hineingehen heißt ja sterben der Hohepriester ist.

00:14:14: Und deswegen hat der Hohlepriester jetzt kommt endlich dieser Glöckchen und ein Seil, wenn er nämlich zum Beispiel einen Herzenfakt oder so bekommt und hinfällt dann hört man einmal die Glöcke etwas lauter und gar nicht mehr und weiß jeder andere, der nicht der Priester ist es ist etwas passiert und kann ihn an den Seil wieder rausziehen weil man ja gar nicht da rein kann Oder da, oder wie auch immer.

00:14:44: Also so ernst wurde das genommen.

00:14:46: und was für mich wirklich etwas ist... Manchmal gibt es das ja, dass eine so eine intellektuelle Note wirklich Augen öffnet für eine größere Wirklichkeit.

00:15:03: und es gibt einen fantastischen Vortrag Und das bezieht sich noch auf den Tempel und auf unser Leben heute von Kardinal Caspar, der es gab.

00:15:19: Entweder gibt's oder gibt es das ein Kardinal Kaspar-Institut?

00:15:22: Da gibt es einmal im Jahr eine Tagung die mal ne Zeit lang... im Internet übertragen wurde und wo man die YouTube, also wo man bei YouTube die Vorträge noch sehen kann.

00:15:30: Und da hat Kardinal Kasper einmal einen Vortrag gehalten über heilige Zeiten und heiligen Orte und hat eben die Wichtigkeit hervorgehoben dass es eben abgesonderte eben die Heiligen Bereiche gibt damit eben die anderen Bereiche auch so dass wir bei den anderen Bereichen eben auch verstehen, dass sie dem Heiligen vorgelagert sind.

00:15:54: Weil sonst ... Und das beschreibe ich ja in der atheistischen Gesellschaft und ihrer Kirche zum Beispiel in meinem Buch anhand von so ganz praktischem Alltag.

00:16:03: Große

00:16:04: Empfehlung?

00:16:06: Dass auf einmal wenn die heiligen Orte und Zeiten fehlen, auf einmal alles was das gar nicht verdient hat, heilig wird!

00:16:17: Und deswegen die Unterschiede zwischen dem, und jetzt müssen Sie mir kramatikalisch helfen.

00:16:22: Dem Phanum und dem Prophanum ist so wichtig.

00:16:26: Und daher das Wort Profanität kommt.

00:16:28: Profanitet meint nicht, da heißt es alles egal, sondern das Prophanim ist das dem Heiligen Vorgelagerte also das was natürlich auch seinen Sinn und sein Raum und seinen Platz usw.

00:16:41: hat.

00:16:42: aber es ist eben... Es ist eben nicht das Heilige Sondern das Heilig ist eben das andere.

00:16:49: Und das zu erhalten und voneinander zu unterscheiden, dass es seit uralter Zeit eben im Gottesvolk eingeübt bis hin zu diesen Dingen die man sich dann so toll merken kann mit den Glöckchen am Gewand.

00:17:04: aber worum es geht Dass das Volk lernt, Gott ist da.

00:17:11: Aber man kann mit Gott jetzt nicht umgehen wie mit einem ... Mit einer Statue oder mit einem Teddybär.

00:17:17: Sondern da ist Macht!

00:17:19: Da ist Größe und Herrlichkeit.

00:17:21: Und die ist auch zu groß und zumächtig für mich Einzelnen.

00:17:28: Deswegen hat Gott den Raum vor dem Heiligen geschaffen in dem ich auf das Heilige ausgerichtet gut leben

00:17:36: kann.".

00:17:37: Ja, aber jetzt kommt eben das Spannende.

00:17:41: Das ist super was Sie gerade erklärt haben mit dem Prophanum vor dem Heiligtum.

00:17:46: und im alten Testament war es eben ganz eindeutig Israel war aus den Völkern herausgenommen Gott wohnt in seiner Mitte aber es gab noch eine Schutzmauer zwischen Gott und dem Volk.

00:17:54: also Gott war im Tempel das Volk war draußen.

00:17:58: Wenn das Volk sündigte, gab es bestimmte Riten damit, dass wieder gereinigt wird und diese Heiligkeit Gottes überhaupt so stark in seiner Nähe aushalten kann.

00:18:07: Und jetzt kommt das neue Testament und wir hatten ja an der letzten Podcast davon gesprochen, dass jeder von uns durch die Taufe sozusagen zum Tempel von Jerusalem wird weil die Dreifaltigkeit wirklich in unserer Seele, in unserem Herzen Wohnung nimmt.

00:18:25: Und es ist ja auch interessant, dass Jesus schon prophezeit hat.

00:18:27: Dass der Tempel zerstört wird.

00:18:30: und die Christen haben diesen Tempel nie wieder aufgebaut weil für sie vollkommen klar war erstens seit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ist der Tempel von Jerusalem komplett übertroffen.

00:18:42: also in dem Moment wo Gott in einem Menschenwohnungen nimmt brauche ich nicht mehr das Gebäude mit Stein.

00:18:47: an Jerusalem und im Johannisemangelium ist das Sonnen klar Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns tabernakelt, heißt es da wirklich.

00:18:56: Also er hat unter unsere

00:18:58: getempelt.".

00:18:59: Und Jesus sagt dann auf verschiedene Weise dass durch sein Toten seine Auferstehung durch die Sendung des Geistes jetzt der Tempel nicht mehr nur aus dem Fleisch- und Blut des Jesus von Nazareth besteht sondern durch die Taufe, durch unser Sterben und Auferstein.

00:19:19: mit Christus werden wir eingepfropft in den Leib Christi, ein Bild und das andere Bild eben.

00:19:25: Wir werden zu lebendigen Steinen dieses neuen Tempels, denen der Messias König Jesus Christus für Gott baut damit Gott auf Erdenwohnung nehmen kann.

00:19:39: Und

00:19:40: deswegen gibt es jetzt nicht mehr wie bei Moses.

00:19:42: also Moses hat das himmlische Vorbild gesehen Ein Zelt gebaut und später hat an Salomon eine Teppel in Jerusalem gebaut.

00:19:51: Jesus ist der neue Moses, der aus seinem eigenen Fleisch- und Blut diesen neuen Tempel baut auch nach dem himmlischen Vorbild das er selber is'.

00:20:00: Aber jetzt es eben das ganze Volk plötzlich zum Tempel geworden.

00:20:04: deswegen sagt er ihr seid eine heilige Priesterschaft geworden um Gott um geistige.

00:20:11: Gott will kommende Opfer durch Jesus Christus darzubringen wird jetzt das, was Gott zu Israel in Exodus neunzehn gesagt hat auf das Volk der Getauften angewendet.

00:20:24: Und wir sind jetzt jeder Einzelnein-Tempel aber alle gemeinsam natürlich der eigentliche große esiatologische oder endzeitliche Tempel den Gott bauen möchte so dass ich...

00:20:39: Ja?

00:20:39: Aber in dem also ich wollte nur erklären Endzeitlich nicht in dem Sinne einer einer Fantasie, dass irgendwann wenn alles vorbei ist Gott das dann macht.

00:20:53: Sondern eben ein Tempel der diese esiatologische Dimension hat.

00:20:58: Also

00:21:00: wir merken anhand dieser Texte wie vielschichtig Christsein ist und eben diese Schicht die jetzt dazu kommt oder dieser Ring, diese Dimension, das ist ja schwer deutlich zu machen... Das was jetzt hier dazukommt dass eben, wenn Gott in bei mir Einzug hält durch die Taufe, durch das Wort was er spricht und so weiter.

00:21:30: Ist es etwas?

00:21:31: Das betont Petrus.

00:21:33: Wir kommen dann gleich auch dazu.

00:21:34: Das betonet Paulus im Korintherbrief.

00:21:38: für uns vielleicht noch mal eindrücklicher Weiß weil wir's öfter gehört haben und weiß vielleicht ein etwas sozusagen schöneres Bild.

00:21:44: nochmal ist lebendigeres Bild.

00:21:46: eben nochmal is Wir sind unmittelbar verwiesen in die Gemeinschaft der anderen Getauften.

00:21:52: Also es gibt keinen selbstständigen Schritt von uns, der von der Taufe dann optional zur Gemeinsschaft führen könnte.

00:22:06: Sondern getauft sein heißt...

00:22:14: hineingenommen zu sein in dieses neue Volk Gottes.

00:22:16: Also das sieht man auch wieder, finde ich im alten Testament sehr klar.

00:22:19: Man wird nicht alleine gerettet.

00:22:21: also Abram ist eigentlich der Einzige an denen allein ein Ruf ergeht.

00:22:24: aber dieser Ruf ist von vorne rein.

00:22:26: durch dich werde ich einen Volk machen und durch deinen Nachkommen werden alle Völker gerettelt werden.

00:22:32: Gott wählt sich dieses eine wenn wir nochmal zurückgehen vielleicht zudem was wir letzte Woche gemacht haben.

00:22:39: Es ist eigentlich total einfach, diese Struktur ist mir nie aufgefallen.

00:22:42: Wenn man sich Genesis anguckt, Genesis Kapitel eins zwei drei ist Gottesplan für die ganze Menschheit.

00:22:49: Die ganze Menschzeit wird nach dem Ebenbild Gottes geschaffen.

00:22:53: Gottes Plan Traum ist es das die ganze Menschenheit... dass die Erde die Schöpfung ein kosmischer Tempel ist.

00:22:59: durch die Ur-Sünde geht das verloren und die Sünde multipliziert sich bis wir dann zum Gipfel der Sünde kommen im im Turmbau zu Babel.

00:23:09: Und die Menschen werden über die ganze Erde verstreut und verstehen sich nicht mehr, jeder spricht eine andere Sprache und es ist ja auch nochmal ein Bild dafür wie wir uns untereinander auch nicht verstehen.

00:23:18: So jetzt fängt Gott an mit diesem einen Abraham aber er hat von Anfang an ein einziges Ziel durch diesen Abraham und dann dessen nachkommen das Volk Israel.

00:23:28: Es geht nie nur um Israel.

00:23:30: dieses Volk ist erwählt weil Gott dieses Volks sozusagen zum einem neuen Adam macht Israel, alle Völker der Erde wieder in den Bund mit ihnen hineinführen möchte.

00:23:43: Und dann kommt eben der Sohn Israels Jesus Christus, der all das verwirklicht was Israel nicht konnte, der den Bund bis in den Tod hineinhält!

00:23:53: Wir werden erlöst und jetzt geht die Heidenmission los.

00:23:56: Jetzt endlich erfüllt sich Gottes Traum dass alle Heiden dieses Volk integriert werden.

00:24:04: Weil wir jetzt erlösst sind Das hilft das noch als ergänzend.

00:24:09: Wir haben gesagt, in den Tempel konnte man nicht rein, da war die Heiligkeit Gottes nur der Priester, nur mit dem Schutzanzug und so.

00:24:15: Aber als Jesus am Kreuz stirbt wird ja dieser Vorhang berühmterweise am Ende von Matthias und Markus, als Jesus stirbt heißt es – und der Tempelvorhang zerriss!

00:24:27: Von oben bis unten.

00:24:28: Und damit sagt der Evangelist Jetzt ist der Zugang zu Gott frei.

00:24:33: Er ist nicht mehr abgeschirmt, hint im Tempel hinter diesem Vorhang beziehungsweise ... Der Himmel ist offen!

00:24:39: Genau.

00:24:40: Der Kerub steht nicht mehr dafür.

00:24:42: Genau.

00:24:42: Gott ist eher

00:24:44: unpreis.

00:24:45: Also genau das eben die Trennungen, die endgültige, scheinbar endgütige Trennung zwischen Mensch und Gott, zwischen Himmel und Erde durch- ist ja auch spannend, nicht nur so triologisch.

00:25:01: Also sozusagen von der Heilswirkung her gesehen... also er hat nicht nur vom von der heils Erkenntnis her sondern auch von der Halswirkungen gesehen.

00:25:13: Der Moment Todes Christi am Kreuz.

00:25:17: Also der Moment ist nicht eine Rede Jesu oder ein Wunder Jesu, oder einen Auftritt

00:25:26: Jesu... Ein Befehl!

00:25:27: ...oder

00:25:27: den Einzug in die Jerusalem und was auch immer sondern der Moment.

00:25:33: der Entscheidende ist sein Opfer tot.

00:25:37: So wie der Opfer tod dazu führt dass der heidnische Hauptmann zu seinen Soldaten sagt, das ist Gottes Sohn gewesen.

00:25:48: Das ist etwas was nie in unseren Kopf rein will dass es der Opfer tot ist von dem die heilige Schrift diesen Moment beschreibt.

00:25:58: und eben keine andere Heldentat Jesu sondern das schmerzhafte unendlich schlimme Opfer an diesem Folterinstrument.

00:26:08: Und jetzt müssen wir nochmal an Aron anschließen.

00:26:10: Es ist eben das Opfer, also der Hebräer-Brief sieht es halt so perfekt!

00:26:14: Der Hebrät erklärt das genau mit diesem Versöhnungstag Ritus und dem Yom Kippur.

00:26:21: Am Kreuz ist Jesus sowohl Priester als auch Opfer in einem und Altar.

00:26:26: Er ist jetzt der hohe Priester, der nicht nur symbolisch irgendwie mit den Blut von Böcken und Stieren das Volk reinigt sondern mit seinem eigenen Blut.

00:26:36: Gott hat sich dazu erwählt, die Verwerfung auf sich zu nehmen.

00:26:40: Genau!

00:26:40: Und mit seinem eigenen Blut geht er jetzt in ein anderes Heiligtuminei nämlich in den Himmel selbst und dadurch ist der Himmel für uns offen.

00:26:50: und jetzt braucht es nicht mehr einen Tempel aus Steinen sondern durch die Taufe macht Jesus uns eben zu Glied an seines Leibes, der dieser Tempel ist.

00:27:00: Deswegen genauso wie im Alten Testament, ich werde nie für mich alleine gerettet.

00:27:04: Ich werde mit der Taufe gehöre ich zu einem Volk und in dem Moment wo ich nicht mehr zu dem Volk gehören habe, bin ich auch nicht mehr

00:27:12: erlöst.".

00:27:12: Also ich kann mich von diesem Volk nicht los sagen denn Gottes Heilswille ist es die ganze Menschheit in ein Volk, in eine Familie hinein zu rufen!

00:27:27: Und ich kann nicht sagen, Jesus ja, Gott ja.

00:27:30: Aber Kirche nein!

00:27:31: Weil die Kirche ist der lebendige Leib Christi.

00:27:34: Das sind alle seine Kinder und deswegen kann ich nicht sagen Ja, Jesus dich will ich aber den Rest von den Schurken, die zu dir gehören, die interessieren mich nicht.

00:27:44: Die finde ich doof

00:27:45: weil das ein Missverständnis meiner selbst isst.

00:27:49: Weil ich ja der Grundlage des Christseins ist jetzt irgendwann mal zu verstehen dass ich einer von diesen Schurkeln bin.

00:27:56: Genau Also auch das ist ja eine Dimension von Getauftsein und eben als Getaufter in die Kirche gerufen zu sein, dass der unmittelbare Reflex immer ist.

00:28:13: Egal... also atappen wir uns mal dabei wenn wir Predigten hören.

00:28:16: Atappen bei wenn wir geistliche Bücherleser wie auch immer.

00:28:19: Man hat immer den ersten Impuls.

00:28:21: Gut das betrifft mich nicht!

00:28:23: Ich bin

00:28:24: ja, also weitestgehend ist ja bei mir.

00:28:27: Ich komme ja klar und das meiste was ich mache is ja gut.

00:28:31: Also da gibts so Nuancen wo ich noch bisschen aber so grundsätzlich ... Und eben die erste Botschaft, dass gut... Bin jetzt auch als Lutheraner da vielleicht nochmal strenger Aber sozusagen es geht ja eben darum Dass man eben, dass man lernt.

00:28:49: Es geht nicht darum, dass du jetzt dich herab beugst zu den armen komischen oder bösartigen Leuten in der Kirche, auf die du vielleicht gar keine Lust hast.

00:29:02: Sondern lerne bitte und das meint eben gerufen zu sein in dieser Gemeinschaft, dass du der erste bist, der diese Gemeinsschaft bedarf!

00:29:12: Also da kommt nicht der heldenhafte XY, der sich jetzt nochmal aus reiner Gnade und Mitleid irgendwie den anderen Komischen in der Kirche widmet.

00:29:26: Sondern andersrum wird ein Schuh draus.

00:29:31: Niemand ist bedürftiger diese Gemeinschaft zu erleben als ich.

00:29:36: oder sozusagen jeder einzelne von uns.

00:29:38: Und auch das gehört noch mal zu diesem ecclesialen Grundton in der biblischen Taufteologie mit dazu und was zu dem Grundton dazugehört, vielleicht legen wir da zum Schluss jetzt nochmal... Ein kurzen Fokus drauf, dass eben dieser Leib... Also sozusagen dieser Tempel das was da entsteht aus den vielen einzelnen Teilen.

00:30:02: Mal ist das Bild des Tempels mal eben das Leib mit den fingiden Dass das ein dynamischer offener lebendiger Geist durch wirkter starker Körper ist der kein anderer als der Körper Jesu Christi Also das, was Jesus Christus zeitgenössisch hier auf Erden ist.

00:30:30: Das ist die Gemeinschaft der Gläubigen oder die Gemeintheit.

00:30:34: Das müsste man jetzt noch... also für den Punkt egal.

00:30:38: Aber das ist diese Gemeinsschaft von der wir jetzt die ganze Zeit reden?

00:30:42: Das ist schon sehr spannend, dass man eben unmittelbar nicht nur auf die anderen sondern durch die Anderen auch auf Gott und sein Wirken hier mit denen und durch mich.

00:30:54: Durch uns und mit uns allen verwiesen ist.

00:30:58: Ja also weil Sie das jetzt schon so schön gesagt haben vielleicht nehmen wir uns einfach die Zeit und lesen mal kurz die Stelle vom heiligen Paulus wo er das so stark sagt.

00:31:07: In der Einheitsversetzung?

00:31:08: Nein!

00:31:09: Sondern in der Übersetzung von Friedolin Stier Der sagt er.

00:31:15: Also Paulus sagt nicht Friedolin, der Stil übersetzt das nur.

00:31:19: Das

00:31:19: ist erster Quaranter zwölf

00:31:21: und sie lesen jetzt ab zwölfe oder?

00:31:23: Ab zwölfen genau also kann man sich gleich merken eines Quarantä zwölff zwölft.

00:31:28: Denn genau wie der Leib eine Einheit ist und dabei viele Glieder hat alle die Glieder des Leibes aber sind es ihrer auch viele doch nur ein Leib sind so auch der Messias.

00:31:41: Messier ist es hier schön übersetzt, wir sind gewöhnt zu hören so auch Christus.

00:31:44: Es geht um Christus in Leib-Christi der Wir sind!

00:31:49: In dem einen Geist wurden ja wir alle in den einen Leib hineingetaufft ob Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie Und so wurden wir alle mit dem einen Geist durchtränkt.

00:32:01: Das ist es nämlich aus uns ein, dass in uns allen der gleiche Geist Gottes wohnt, der die Liebe isst, der nicht hassen kann und verachten kann!

00:32:10: In dem Maß wie der Geist Gottes in mir wohnt wird mich der Geister zu führen meine Brüder und Schwestern zu lieben, egal wie komisch sie daherkommen... Denn auch der Leib besteht ja nicht aus einem Glied, sondern aus vielen.

00:32:26: Wenn er Fuß spräche – weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib!

00:32:30: Nein das ist kein Grund, nicht zum Laib zu gehören.

00:32:33: und wenn es Ohrspräche – Weil Ich Nicht Auge Bin, Gehör'ich Nicht Zum Leib?

00:32:37: Nein Das Ist Kein Grund, Nicht Zum Laib Zu Gehören.

00:32:40: Wäre Der ganze Leib Auge Wo bliebe das Gehöhr?

00:32:44: Wäre Alles Gehöh'r wo blieb der Geruch?

00:32:47: Palos geht's hier auch darum zu sagen dass wir alle komplett verschiedene Berufungen haben und deswegen aufhören sollen uns untereinander zu vergleichen oder zu sagen, oh mein Charisma ist aber viel toller als das Charisma von XY.

00:33:00: Nein!

00:33:00: Jeder hat eine Funktion am Leib Christi die er ausüben soll und da soll sich keiner über den anderen erheben.

00:33:07: Weiter vers Achtzehn.

00:33:08: nun hat aber Gott die Glieder ihrer Jedes im Leib so eingesetzt wie er es gewollt hat.

00:33:14: wäre das ganze ein Glied wo bliebe der Leib?

00:33:18: also gilt Viele Glieder ein Leib.

00:33:20: Das Auge kann nicht zur Hand sprechen, ich brauche dich nicht oder wiederum der Kopf zu den Füßen – Ich brauche euch nicht im Gegenteil!

00:33:28: Gerade die schwächer erscheinenden Glieder des Leibes sind notwendig und was uns am Leib verachtenswerte erscheint das umkleiden wir mit umso größerer Ehre.

00:33:39: Und dass Missfällige an uns erhält umso grössere Wohlgefälligkeit während das Wohlgefälligen das nicht braucht.

00:33:46: Nein, Gott hat den Leib so vereinigt dass er dem Mangelhaften umso größere Ehre schenkt auf das kein Zwiespalt im Leibe sei sondern die Glieder sich einhellig umeinander kümmern.

00:33:58: Und wenn ein Glied leidet dann leiden die Glider mitsamt oder wenn ein Glied verherrlicht wird freuen sich die Glidor mit samt!

00:34:07: Ihr seid der Leib des Messiers, ihr seid der Laib des Christus und Glieder je zu eurem Teil.

00:34:17: Toll, oder?

00:34:18: Ja.

00:34:21: Also damit... Ich habe das immer... Alles gesagt!

00:34:23: Ich hab das immer ... ich weiß nicht wie es den Zuhörern und Zuhören geht.

00:34:28: Das sind die Bibelstellen aus dem neuen Testament von den Jesus-Geschichten abgesehen, von den Gleichnissen und der Wundererzählung die für mich als Kind dieselben Bilder hervorgerufen haben oder wo man als kind wirklich in der kirche toll zuhören konnte ähnlich wie alttestamentliche sozusagen richtergeschichten oder profeten geschichten oder so, weil das ein so starkes tiefgehendes bild ist dass dieser live aus den Gliedern besteht, die alle ihre Aufgabe und Zusammengehörigkeit haben.

00:35:10: Also dieses... das hört man ja als Kind natürlich noch mal bewusster, dass es eben nichts Kleines, Randständiges also was auch immer gibt, was eben jetzt nicht wichtig sein könnte sondern alles an diesem Körper ist wichtig.

00:35:29: Die anderen brauchen einen.

00:35:30: Und natürlich braucht man die anderen, aber man hat eine Funktion und ein Platz und ein Grund und ein Ziel.

00:35:36: Und das ist ... Also merke, erinnere ich mich wirklich ganz lebendig dran für mich als junger Menschen, wirklich als Kind, ein existenzielles Erleben und Hören von Gottes Wortes.

00:35:50: Wirklich so!

00:35:51: Weiß nicht wie es hinter ging?

00:35:52: Aber das war für mich dieses Leibbild war immer ganz lebende.

00:35:56: für mich Als kind.

00:35:57: Das finde ich total beeindruckend.

00:35:59: Ich habe als Kind in der Kirche nie aufgepasst, also schon gar nicht wenn Paulus vorgelesen wurde.

00:36:04: da hab' ich immer gedacht was steht man sowieso nicht?

00:36:07: Jetzt liebe ich diese Stellen.

00:36:08: aber ich bin sehr beeindruckt dass sie schon als kind das spricht für ihre junge Berufung.

00:36:13: Vielleicht ist es auch Zufall, aber das kann ich mich wirklich daran erinnern... Also in meiner Wahrnehmung habe ich jetzt oft gehört, ich kann mich nicht an einen sozusagen Moment erinnern, wo ich das gehört habe, sondern... Das war in meiner Wahrnehmung irgendwie öfter.

00:36:31: Und irgendwie hab' ich einfach nur eine Erinnerung, dass das weiß mir natürlich mit den Paulus Texten auch so manchen, manchen jesus Verkündigung von Jesus leider Gottes als Kind natürlich oft zu ging.

00:36:46: Vielleicht ist es genau deshalb so eindrücklich, dass ich eben dieses Bild wirklich ganz stark damals erlebt und heute erinnert habe.

00:36:59: Also ich finde's halt zum Beispiel auch wichtig.

00:37:03: gerade im katholischen Bereich ist ja am Augenblick eine Tendenz das wir versuchen das weltliche Verständnis von der Abschaffung jeglicher Unterschiede, das in die Kirche hineinzutragen und Gott ist so anders.

00:37:26: Also im Leib hat eben wirklich jedes Glied eine andere Funktion und das Rückgrat ... Und die Rippen haben eine andere Funktion als die Augen und den Mund und das Herz nicht?

00:37:40: In zweierlei Hinsicht ist das Bild mir wichtig dass eine eben es muss Menschen geben, die Verantwortung tragen, die vielleicht jetzt das Gelett sind.

00:37:48: Die oft wird das Gelette als Bild für die Hierarchie gebraucht.

00:37:54: Das Leben kommt ja ganz woanders her nicht vom Herzen und von Blut!

00:37:58: Und da ist die heilige kleine Therese von Lisieux so wichtig... ...die eine Nonne im neunzehnten Jahrhundert war, Kamelitin eingesperrt in einem kleinen Häuschen irgendwo in der Normundie.

00:38:09: Sie konnte nirgends wohin gehen, sie konnte noch nicht mal vor den Haus zu gehen und jemandem predigen Und die hatte so eine große Sehnsucht.

00:38:16: Sie wollte Priester werden, sie wollte Märtyrer werden und sie wollte Missionar werden – sie wollte alles!

00:38:22: Eines Tages hat sie diese Bibelstelle gelesen und dann ist ihr klar geworden….

00:38:28: Die Kirche ist ein Leib und dieser Leib braucht eins am allerwichtigsten nämlich das Herz.

00:38:35: Denn wenn das Herz nicht mehr funktioniert, wird das Blut nicht in die Glieder getragen und da können die Glider auch nichts machen.

00:38:40: Wenn es Herz nicht funktioniert mit anderen Worten kann... braucht der Missionar gar nicht den Mund aufmachen, weil dann kommt da kein heiliger Geist aus dem Mund raus.

00:38:48: Und dann hat sie verstanden meine Berufung ist es im Herzen der Kirche die Liebe zu sein.

00:38:54: und das ist so eine tiefe Einsicht, weil tatsächlich ist ja das Herz viel viel wichtiger als jedes andere Funktionen und dass diese Berufung steht jedem von uns offen im Herz in der Kirchen die liebe zu sein.

00:39:07: Wenn wir das sind, dann tun wir mehr für die Welt als jeder Bischer vom Gardinal

00:39:15: Schön, also das könnte doch ein Schlusswort sein.

00:39:19: Ja!

00:39:20: Alles das was unser Leben hier im Profanum oder in dem was schnell auch eben uns vom Heiligen entfernt ausmacht Das ist etwas was eben in dieser gottgestifteten Gemeinschaft nicht einfach nur verkehrt ist sondern einfach an dass es grundlegend neu gemacht ist und eben in seiner Lebendigkeit Gottes Herrlichkeit, in diese Welt trägt.

00:39:48: Indurch und mit uns!

00:39:51: Und das lässt sich nicht anders... ...und vielleicht kommen wir auch auf dieses Wort in den nächsten Tagen mal wenn wir weiter aufnehmen.

00:39:58: Das ist natürlich am Ende ein Geheimnis.

00:40:01: Es lässt sich mit menschlicher Kraft und weltlichen Kategorien und wie die Dinge sonst verlaufen nicht erklären.

00:40:10: Man kann es aber auch nicht einfach ab... ist ein zauberhaftes Geheimnis, in dem Kraft und Trost und Frieden steckt.

00:40:21: Vor allem eben im Alldem was Frau Herrermann jetzt ganz am Ende gesagt hatte.

00:40:25: In diesem Sinne wünschen wir euch nicht nur alles Gute und viel Segen sondern eben genau das, was der Tempel Gottes zu tun hat nämlich beieinanderzuleiben und miteinander im Gespräch über Gott und seine Welt zu sein.

00:40:40: Das haben wir heute wieder einmal probiert.

00:40:42: Vielen Dank fürs Zuhören Und natürlich auch ganz oft immer dieses Mitmachen, Kommentieren und was zuschicken.

00:40:49: Danke für alles!

00:40:50: Vorher Roman Sie haben das Schlusswort.

00:40:55: Ja also bemühen wir uns.

00:40:58: Ich denke wir sollten in der Zeit bis zum nächsten Podcast darum beten dass wir uns bewusster wird Was es bedeutet dass ich live Dass sie ein Glied an einem großen Leib bin und dass die anderen zu mir gehören um mir nicht egal sein dürfen kann uns auch anstiften, mehr Fürbitte für die anderen zu halten.

00:41:17: Ja und das ist ein Kern von dem was wir Christen einbringen können.

00:41:24: Alles Gute bleibt behütet, bleibt gesegnet und bleibt im Gespräch bis bald!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.